Lebenslauf

5 Tipps für den perfekten Lebenslauf

Ein Gastbeitrag von
Richtig gut bewerben


 

Für die meisten Personaler und Chefs ist der Lebenslauf das Aushängeschild der Bewerbung. Passt der Lebenslauf? Dann nimmt sich der potenzielle Arbeitgeber mehr Zeit und liest sich auch den Rest der Bewerbungsunterlagen aufmerksam durch. Gefällt etwas am Lebenslauf nicht oder ist er nicht aussagekräftig, landet er sofort in der Ablage P wie Papierkorb. Aus diesem Grund sollte man folgende 5 Tipps unbedingt beachten, damit die Bewerbung auch zum Erfolg wird.

 

#1: Ein ansprechendes Design wählen

Das Auge isst mit! Das gilt nicht nur fürs Mittagsessen in der Kantine, sondern auch für die Bewerbungsunterlagen. Ein ansprechendes Design ist deshalb pflicht! Allerdings sollte man es auf keinen Fall übertreiben. Die optische Gestaltung soll den Inhalt nicht überstrahlen, sondern unterstützen. Ein gutes Design gibt dem Leser (und auch dem Bewerber beim Erstellen) bereits eine Struktur vor, sodass man sich angenehm orientieren kann und alles auf einen Blick finden kann, was man als Personaler oder potenzieller Chef finden will. Natürlich gibt es Ausnahmen: Wenn man sich als Grafiker oder Mediengestalter bewirbt, kann man ruhig etwas Extravagantes selbst designen. Für die normale Bewerbung gilt aber meistens: Weniger ist mehr!

 

#2: Kontaktdaten nicht vergessen

Die Bewerbung ist erfolgreich, aber trotzdem bleibt die Antwort aus? Das kann einen ganz einfachen Grund haben: Auf dem Lebenslauf wurden die Kontaktdaten vergessen. Man sollte immer darauf achten, sowohl auf dem Lebenslauf, als auch auf dem Anschreiben sämtliche Kontaktdaten (Name, Adresse, aktuelle E-Mail und Telefon-/Mobiltelefonnummer) zu platzieren. Oft werden die Unterlagen getrennt und der Personaler oder Sekretär reicht nur den Lebenslauf weiter. Wenn die E-Mail-Adresse oder Handynummer dann nur auf dem Anschreiben in der Kopfzeile stand, hat man ein Problem. Also sollte man immer darauf achten, alles ausreichend zu beschriften, sodass nichts schiefgehen kann.

 

#3: Tätigkeitsbeschreibungen machen den Lebenslauf erst lesenswert

Vor allem die letzten Jobs sind im Lebenslauf wichtig: Der Leser möchte erfahren, was der Bewerber schon gemacht hat. Hier ist es ausschlaggebend, nicht nur die Position zu nennen, sondern auch kurz in Stichpunkten zu schildern, was die konkreten Tätigkeiten waren, denen man nachgegangen ist. Ein simples Beispiel: Ein Praktikum in einer großen Werbeagentur ist eine tolle Sache. Doch was hat der Bewerber dort gemacht? Das kann von Kaffee kochen und leichten Hilfsarbeiten bis hin zur Planung und Durchführung eigener Kampagnen gehen. Ohne einen kurzen Vermerk weiß niemand, was wirklich der Fall ist. Diese Beschreibung der tatsächlichen Tätigkeiten machen den Lebenslauf erst wirklich wertvoll.

 

#4: Skills immer mit Einschätzung der Stärke angeben

IT-Skills und die Kenntnisse von fachspezifischen Computer-Programmen sind in den allermeisten Branchen entscheidend, ob man einen Job bekommt oder nicht. Deshalb gehören sie selbstverständlich auch in den Lebenslauf. Es reicht aber nicht nur aus, die Programme zu nennen, die man beherrscht: Man sollte immer auch angeben, wie gut und ausgeprägt diese Fähigkeiten sind. Eine einfache Skala reicht vollkommen aus:

Grundkenntnisse / gut / sehr gut

Hier ist Selbsteinschätzung gefragt – und Ehrlichkeit wirklich empfehlenswert. Häufig werden die Kenntnisse tatsächlich während des Einstellungsprozesses abgefragt. Falsche Angaben fliegen also meistens schnell auf. Wenn man Belege hat, beispielsweise zu Fortbildungen oder Schulungen, sollte man diese in jedem Fall im Anhang der Bewerbung mit den Arbeitszeugnissen beifügen.

 

#5: Hobbies ja – aber bitte aussagekräftig

Ein Punkt, den viele als nicht besonders wichtig abhaken, sind die Hobbies oder Interessen. Diese KÖNNEN, aber MÜSSEN nicht im Lebenslauf genannt werden. Allerdings geht es in der Bewerbung oft nicht nur darum, eine leere Stelle zu besetzen: Unternehmen suchen ein neues Mitglied für das Team. Das Zwischenmenschliche, die sogenannte Chemie, muss ebenfalls stimmen. Immer mehr Chefs schauen also auch darauf, was der Bewerber in seiner Freizeit so macht und was ihn beschäftigt. Diesen Aspekt sollte man deshalb auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen und sich stattdessen etwas einfallen lassen. Lesen, Reisen, Sport schreibt jeder unter Hobbies. Das ist langweilig und nichtssagend. Wer so etwas liest, weiß auch nicht mehr über den Bewerber als vorher. Man sollte diese Punkte ruhig mit Leben füllen.

Man reist gerne? Dann kann man die letzte drei Ziele nennen oder schreiben, ob man eher Backpacking macht oder mit dem Wohnmobil durch die Alpen tourt. Sport ist dem Bewerber wichtig? Dann kann man ruhig die Sportarten nennen oder in welchem Verein man Fußball oder Handball spielt. Zum Lesen empfiehlt es sich, die Lieblingsbücher zu nennen – und nein: Kinderbücher sollten hier eher nicht ihren Platz finden.

 

Über den Autor:

Christian Scherer ist Marketing Manager bei richtiggutbewerben.de, einem Online-Startup, bei dem Bewerber perfekte und individuell erstellte Bewerbungsunterlagen direkt buchen können. Erfahrene Bewerbungsexperten und Personaler erstellen optimale und persönliche Bewerbungen – inklusive Deckblatt, Anschreiben auf den Bewerber und die Stellenanzeige zugeschnitten, Lebenslauf und schickem Design.

Scherer ist dabei nicht nur für die öffentliche Kommunikation und Außendarstellung zuständig, sondern leitet auch den Bewerbungsblog des Unternehmens und ist Experte im Bereich Online-Bewerbung und Digital Recruiting.

 


 

Bewerbung