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Bewerbung leicht gemacht: Tipps zum Berufsstart

Egal ob Schüler, der erste Berufserfahrungen in Form eines Praktikums sammeln will, Student der nebenbei Kontakte knüpfen möchte oder etablierter Arbeitnehmer, der nach neuen Herausforderungen sucht. Im Laufe des Lebens kommt man des Öfteren in die Situation, sich bewerben zu müssen. Dieser Beitrag zeigt, welche kritischen Punkte zu beachten sind, wenn man eine professionelle Bewerbung erstellen möchte.

 

(Be)Werbung in eigener Sache

Die eigene Bewerbung spielt dabei eine enorm wichtige Rolle, weil sie dem potenziellen Arbeitgeber einen ersten Überblick über die eigene Person vermittelt. Sie ist ein nicht unerheblicher Faktor bei der Entscheidung, ob man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht. Deshalb sollte man sich nicht nur auf Noten, Referenzen oder die eigene Berufserfahrung versteifen, sondern auch die Erstellung der eigenen Bewerbungsunterlagen genau planen.

Personaler sind es leid, dieselben lieblos aus dem Internet heruntergeladenen Musterbewerbungen, durchzulesen. Die besten Noten und Referenzen helfen einem nicht, wenn man sich bei der Gestaltung der eigenen Bewerbung keine Mühe gibt. Deshalb sollte man der eigenen Individualität in der Bewerbung Ausdruck verleihen und sich gezielt präsentieren.

 

Die Bestandteile einer Bewerbung

Zuerst gilt es zu klären, aus welchen Bestandteilen eine durchdachte Bewerbung überhaupt bestehen sollte. Üblicherweise besteht diese aus folgenden Bestandteilen:

  • Deckblatt
  • Anschreiben
  • Lebenslauf

 

 

Das Deckblatt

Das Deckblatt verschafft dem Arbeitgeber einen ersten Eindruck über die eigene Person und einen Überblick über die wichtigsten personenbezogenen Daten. Hauptaugenmerk des Deckblatts sollten Stellenbezeichnung und Bewerbungsfoto sein. Der Titel lautet häufig: „Bewerbung als Beispielberuf“. Die Berufsbezeichnung sollte der Stellenbezeichnung aus der Stellenanzeige entsprechen. Zudem sollten der eigene Name und Kontaktdaten des Bewerbers deutlich auf dem Deckblatt erkennbar sein.

Darüber hinaus ermöglicht ein Deckblatt eine frühzeitige Differenzierung von anderen Bewerbern, so dass man aus der schieren Masse heraussticht. Bei der Gestaltung des Deckblattes kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Dabei sollte man jedoch grelle Farben vermeiden und das Deckblatt nicht mit unnötigen Inhalten füllen. Es besteht sonst die Gefahr, unprofessionell zu wirken. Der eigene Grad der Kreativität sollte dabei der Branche bzw. dem Unternehmen entsprechen. Am sinnvollsten ist es hierbei, sich am Unternehmenserscheinungsbild zu orientieren. Erste Anhaltspunkte können dabei der Besuch der Firmenwebsite oder das nähere Betrachten der Produktverpackungen des Unternehmens liefern. Bei der Gestaltung des Deckblatts sollte man also die Farbgebung und Design des Unternehmensauftritts miteinfließen lassen, um dem Gegenüber zu zeigen, dass man sich mit der Firma auseinander gesetzt hat. Das Deckblatt sollte sich schlussendlich stimmig ins Gesamtbild der Bewerbung fügen.

 

Das Anschreiben

Das Anschreiben ist das erste Dokument, mit dem sich der Personalverantwortliche genauer auseinandersetzt. Auch hier müssen einige Dinge bei der Erstellung besonders beachtet werden.

Das Anschreiben sollte nicht mehr als eine DIN A4-Seite umfassen und inhaltlich klar strukturiert sein. Um den potentiellen Arbeitgeber von der persönlichen Eignung zu überzeugen, sollte man auf die in der Stellenanzeige genannten Anforderungen genau eingehen. Hierbei sollte man eine Verbindung zu den eigenen Qualifikationen, Kenntnissen und Erfahrungen herstellen und zeigen, wieso man dazu geeignet ist, die gestellten Aufgaben zu bewältigen.

Danach sollte ein konkreter Bezug zum Unternehmen hergestellt werden. Weshalb hat man sich genau für diesen Betrieb entschieden? Wichtig ist hierbei, das spezielle Interesse gut zu begründen und keine Standardfloskeln zu nutzen, um seinen Erklärungen Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Für das Bewerbungsschreiben selbst sollte man eine gut lesbare Schriftgröße (Schriftgrad 11 oder 12) und eine gängige Schriftart (z.B. Arial) wählen. Ebenso sollte man mehrzeilige, schwer verständliche Schachtelsätze vermeiden (“keep it short and simple”). In der Praxis hat es sich bewährt, eine andere Person die eigene Bewerbung nochmal Probelesen zu lassen, um Fehlerquellen aufzudecken.

 

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf listet in knapper und übersichtlicher Form alle Stationen des bisherigen beruflichen Werdeganges auf. Auch hier kann wie beim Deckblatt layouttechnisch wieder etwas freier gestaltet werden, so dass sich dieses dem Unternehmen und der angestrebten Position anpasst. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird der Lebenslauf in zwei Spalten aufgeteilt. Dabei wird die linke Spalte für Zeitangaben und die rechte Spalte für persönlichen Daten genutzt.

Der Lebenslauf sollte umgekehrt chronologisch aufgebaut sein. Diese Struktur hat sich in Deutschland in den letzten Jahren vermehrt durchgesetzt. Dadurch liegt der Fokus auf der zuletzt besetzten Stelle, was für Personalverantwortliche von größerer Bedeutung ist als etwaige Abschlüsse vor vielen Jahren.

 

Gliederung des Lebenslaufs

– Persönliche Daten

  • Vor- und Zuname; Anschrift
  • Geburtsdatum und -ort

 

– Berufserfahrung/Studium

  • Art der Ausbildung; Fächer und Schwerpunkte
  • Ausbildungsfirma/Universität; Firmensitz/Ort

 

– Berufsausbildung/Praktika

  • Arbeitgeber + Firmensitz
  • Berufsbezeichnung; Position; kurze Beschreibung des Aufgabenbereichs

 

– Schulabschluss

  • Höchster Bildungsabschluss; Schule, Ort
  • Art des Abschlusses + Abschlussnote

 

– Weitere Qualifikationen

  • Seminare + Fortbildungen
  • EDV – Kenntnisse

 

– Sonstiges + Hobbies

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